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«Wir wollen ausprobieren, nicht mehr nur darüber sprechen»

Vom 21. bis 23. Juni 2019 findet der erste Swiss Blockchain Hackathon in Zürich statt. Mit dabei ist auch GS1 Switzerland. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern engagiert sich der Fachverband für nachhaltige Wertschöpfungsnetzwerke im Vertical «Supply Chain» für die Interoperabilität von Blockchains.

Längst hat das Thema Blockchain auch Einzug in die Logistik gehalten. Das Interesse der Branche an der Technologie ist gross. Dies ist nicht erstaunlich, studiert man die zahlreichen Vorteile des algorithmengesteuerten Prozesses:
• Transparenz: Sämtliche Transaktionen sind in den fortlaufenden Blöcken auf der Kette festgeschrieben.
• Manipulationssicherheit: Die Einträge können nachträglich nicht mehr verändert werden.
• Effizienz: Transaktionen können in Sekundenschnelle abgewickelt werden.
• Vertrauenswürdig: Er schafft Vertrauen zwischen Vertragsparteien, die sich nicht kennen, aber ein Geschäft miteinander abwickeln wollen. Indem Algorithmen die Verifikation übernehmen, kann Vertrauen im wahrsten Sinne des Wortes programmiert werden.
• Kostensparend: Er schaltet Intermediäre aus, wodurch Kosten gesenkt werden.
«Das Interesse der Branche ist gross, gleichzeitig gibt es nur wenige Use Cases, die über die Proof-of-Concept-Phase hinaus gehen», sagt Jacqueline Klaiss Brons, Senior Management Consultant bei GS1 Switzerland. Klaiss Brons vertritt den Fachverband in der Jury des Hackathons und ist somit an der Beurteilung der Lösungen beteiligt. Projekte wie der Pilot «Ladungsträgermanagement mit Blockchain» von GS1 Germany oder TradeLens von Maersk und IBM zeigen, dass die Technologie funktioniert. «Bis sie vollständig anwendbar ist, muss noch einiges geschehen.» Eine Hürde ist sicherlich das Fehlen von Standards entweder innerhalb einer verteilten Ledgerlösung oder zwischen verschiedenen verteilten Ledgerarchitekturen.

Schwerpunkt auf Interoperabilität
Schwerpunktmässig ist GS1 Switzerland an den Challenges «Interoperabilität von Blockchains» (Blockchain Interoperability Bridge) und «Rück- und Nachverfolgbarkeit von eindeutigen Pharmaprodukten» (Traceability of Unique Pharma Products)» beteiligt. Insbesondere das Thema der Interoperabilität von Blockchains interessiert den Fachverband. «Wir sind überzeugt, dass diese Herausforderung mit GS1 Standards gelöst werden kann», sagt Klaiss Brons. Die Experten von GS1 Switzerland geben den Hackern deshalb vor dem Start des Wettbewerbs eine kurze Einführung in das GS1 System, die GS1 Prozesse und die GS1 Standards.
Klaiss Brons ist gespannt auf den Anlass und ihre Arbeit in der Jury. «Ich bin sicher, dass dieser Wettbewerb GS1 Switzerland weitere Erkenntnisse zu Blockchain und der Rolle von Standards in dieser Technologie liefert.»
Der Fachverband möchte auch seinen Mitgliedern künftig kompetenter beim Aufbau von Blockchains und der Frage der Interoperabilität zur Seite stehen. Gerne möchte er in naher Zukunft ein Pilotprojekt in diesem Bereich starten. Klaiss Brons: «Wir möchten nicht mehr nur über die Möglichkeiten der Technologie sprechen, sondern ausprobieren.»

Claudia Schön, GS1 Switzerland

Swiss Blockchain Hackathon
Das Ziel des ersten Swiss Blockchain Hackathons ist die Erforschung von Use Cases, die konkrete Herausforderungen der Praxis lösen. Folgende Verticals stehen zur Auswahl:
• Mobilität
• Intelligente Pakete
• Supply Chain
• Finanzen
• eGovernment
• Landwirtschaft und Lebensmittel
Jedes Vertical umfasst zwei bis drei Challenges, denen sich die Teilnehmer stellen können. Die Hacker haben 42 Stunden Zeit, um branchenspezifische Lösungsangebote aufzubauen, welche die Vertical-Partner auf ihrem Weg der digitalen Transformation unterstützen. Rund 50 Teams aus 19 Ländern nehmen diese Herausforderung an. Mehr zum Hackathon finden Sie unter https://hackathon.trustsquare.ch/.

 

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