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50 Jahre Global Trade Item Number

Was  haben  das  Schweizer  Frauenstimmrecht,  die  Nummer  unter  dem Barcode  und  die  «Sendung  mit  der  Maus»  gemeinsam?  Sie alle  wurden  1971  begründet und stellen die Vermittlung von Wissen sowie auf dessen Basis die Mitsprache ins Zentrum. Alle haben auf ihre Weise die Welt nachhaltig verändert. Die Nummer unter dem  Barcode,  die  Global  Trade  Item  Number,  kurz  GTIN,  legte  den  Grundstein  für  die  Digitalisierung.

So wie der Mut der Schweizer Frauen, die für das Stimmrecht gekämpft und am 7. Februar 1971 dafür  belohnt  wurden,  die  Geschichte  der  Schweiz  geprägt  hat,  hat  der  Mut  einer  Handvoll  amerikanischer  Wirtschaftsbosse  vor  50  Jahren  die  ganze Welt  verändert.  Am  31.  März  1971  beschlossen Vertreter   der   damals   grössten   Namen   im   Lebensmittel-,   Einzelhandels-   und Konsumgüterbereich, darunter Heinz, General Mills, Kroger und Bristol Meyer, Produkte künftig mit einer eindeutigen Nummer zu identifizieren. Sie entwickelten die Global Trade Item Number, kurz GTIN,  die  Nummer  unter  dem  Barcode.  Diese  Entscheidung  legte  den  Grundstein  für  die  Digitalisierung im weltweiten Handel.

Bis zum Biiiep an der Kasse, das jeder kennt und doch fast niemand genau weiss, was dahinter steckt, dauerte es allerdings nochmals drei Jahre. 1973 wurde das UPC-Symbol (Uniform Product Code) als  Träger  der  Identifikationsnummer  ausgewählt.  1974  wurde  im  Marsh  Supermarket  in  Troy,  Ohio,  der  erste  Barcode  gescannt.  Weitere  zwei  Jahre  später  beschlossen  Vertreter  der  europäischen  Industrie,  das  amerikanische  System  zu  erweitern  und  ermöglichten  so  den  weltweiten Einsatz der GTIN.

«Reine Magie»
Die  Gründer  glaubten  daran,  dass  die  GTIN  auch  über  den  Lebensmittelladen  hinaus  positive  Auswirkungen haben könnte - von den Lagerhallen bis ans Krankenhausbett. Sie waren überzeugt davon, dass sie die Geschwindigkeit und Effizienz von Transaktionen und Prozessen steigern würdeund alles von den Lieferketten bis zu den Erfahrungen der Konsumenten verändern könnte.  Sie einigten sich bei dem Treffen darauf, gemeinsam ein System zu schaffen, von dem Unternehmen und Konsumenten gleichermassen profitieren würden. «Man kann es sich heute kaum vorstellen, aber  vor  50  Jahren  war  das  alles  noch  reine  Magie»,  sagt  Sanjay  Sarma,  EPC-Pionier  vom  Massachusetts Institute of Technology und Vorsitzender des GS1 Innovation Boards.

Die Magie von damals wurde  Realität.  Mit der  GTIN  und  den  GS1 Standards  wurde  ein  weiteres  Puzzleteil für die Digitalisierung gelegt. So tragen heute die GS1 Standards wie der Barcode dazu bei, dass die enorm komplexen und globalen Geschäfte schnell, effizient und sicher ablau  fen   und vereinfachen   alle   Arten   von   Geschäftsprozessen.   Im   Gesundheitswesen   tragen   sie   zur Patientensicherheit   bei   und   unterstützen   die   Branche   im   Kampf   gegen   Fälschungen   von   Medikamenten und Medizinprodukten.

Mehr Informationen, mehr Innovation
Und die Entwicklung ist längst nicht abgeschlossen: Da Konsumenten und Marktteilnehmer immer mehr  und  bessere  Produktinformationen  verlangen,  wurde  bereits  die  nächste  Generation  von  Strichcodes   entwickelt.   So   enthalten   GS1   DataMatrix   und   GS1   QR   Code   weitaus   mehr   Informationen, die genutzt werden können, um den Konsumenten die gewünschten Informationen zu liefern. Mit dem Einsatz der GS1 Standards   sind die Branchen Konsumgüter, Gesundheitswesen, Transport & Logistik sowie Technische Industrien zukunftssicher aufgestellt.

GS1 Switzerland als Teil des weltweiten GS1-Netzwerks sorgt dafür, dass dies auch in der Schweiz und  in  Liechtenstein  möglich  ist. Gemeinsam  mit  den  über  6000  Mitgliedern  ermittelt  der  Fachverband die Bedürfnisse des Schweizer Marktes, entwickelt bestehende Standards, Prozesse und   Lösungen   weiter   und   arbeitet   aktiv   an   der   Entwicklung   neuer   Standards   mit.   In   Weiterbildungslehrgängen, Seminaren und Veranstaltungen sorgt GS1 Switzerland dafür, dass das Wissen rund um Logistik und Supply Chain Management im Markt immer auf dem neusten Stand ist – auch in den nächsten 50 Jahren.

Schauen Sie dazu auch das Video unter https://www.youtube.com/watch?v=BJhPC65EukQ

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