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Digitale Lieferkette in der Bauindustrie

Die im März 2019 gemeinsam von GS1 und buildingSMART International (bSI) ins Leben gerufene Initiative «Digitale Lieferkette in der Bauindustrie» versammelte sich am Donnerstag, 30. Januar 2020 zum sechsten Mal in Paris. 45 Teilnehmer aus 12 Europäischen Ländern nahmen an der Veranstaltung teil. 

 

Das Ziel der Initiative besteht darin, offene und maschinenlesbare (‘digitalisierte’) Arbeitsabläufe zu entwickeln, die es allen Beteiligten der Wertschöpfungskette in der Bauindustrie ermöglicht, mit Hilfe gemeinsam definierter Industriestandards auf verlässliche Produktinformationen aus Herstellerangaben zuzugreifen. Ein weiteres Ziel ist die Umsetzung bzw. Anpassung der bereits bestehenden Techniken und Standards, wie etwa dem buildingSMART Daten-Wörterbuch (bSDD) mit entsprechenden Schnittstellen, etwa für den Austausch von Gebäude-Datenmodellen (IFC), von Merkmalslisten (IFD) sowie vom Prozess-Management (IDM). GS1 Standards erlauben dabei die eindeutige Produktidentifizierung aufgrund von Stammdaten. Zusätzlich sollen die für den Austausch von Gebäudemodellen notwendigen Attribute durch den Gebrauch von Produktdatenvorlagen automatisiert werden.
 
Am Morgen wurden zunächst die bisherigen Ergebnisse des Nutzenversprechens, d.h. Zielgruppe, Bedarf, heutige Lösung, Angebot, Nutzen, Begründung, Fakten und Anwendungsfälle, im Detail erörtert und Änderungen aufgenommen. Nach einer Übersicht der in Frankreich laufenden Aktivitäten im Bereich PPBIM (= Eigenschaften von Produkten für BIM) wurden erste praktische Anwendungsfälle von GS1 Standards zur Optimierung der Lieferkette vorgestellt. 
 
Der Nachmittag wurde dafür verwendet, die Anforderungen an die Produkt Daten sowie die entsprechenden Produktdatenvorlagen zu diskutieren. Die gezeigten Referate, u.a. vom Norwegischen Verband der Baustoff-Händler, machten dabei besonders deutlich, dass in Zukunft eine hochwertige Datenqualität und -verteilung mit einer nachhaltigen Verbindung zum Kunden nur dann möglich ist, wenn die Hersteller und Lieferanten selbst aktiv Verantwortung für ihre Produkte und deren Daten übernehmen und damit selbst die Kontrolle übernehmen. 
 

 
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