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Erfolgreiche Verwaltung von Mehrweggebinden

Mehrweggebinde25 Unternehmen haben eine Richtlinie zur Verwaltung von Mehrweggebinden mittels GS1 Standards erstellt. Das Dokument soll helfen, das interne unternehmerische Potenzial zu nutzen und dabei die Basis für weitere externe logistische Anwendungen zu schaffen. Diese standardisierte Umsetzung mithilfe von RFID- und Barcode-Technologien kommt den Unternehmen und der gesamten Industrie zugute.

(sp) Seit Beginn des Jahres 2011 trafen sich Handels-, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, Hersteller von Mehrweggebinden und auch Poolbetreiber bei GS1 Schweiz in Bern, um das Problem der Verwaltung von Mehrweggebinden zu diskutieren. Dabei sollten die Bedürfnisse und Erfahrungen zu diesem Thema ausgetauscht und eine Lösung ausgearbeitet werden.

Praxisnahe Empfehlung von GS1
Nahezu jedes Unternehmen hat Mehrweggebinde im Einsatz, doch nur ganz wenige wissen tatsächlich, wie viele dieser zum Teil teuren Mehrweggebinde im Umlauf sind oder wo sich diese befinden. Trotzdem wird jedes Jahr viel Geld in die Beschaffung neuer Mehrweggebinde investiert, anstatt sich mit der Verbesserung und Optimierung der Verwaltung zu beschäftigen. Demzufolge liegt in der Verwaltung von Mehrweggebinden ein grosses wirtschaftliches Potenzial.
Die in diesem Dokument beschriebene technische Lösung beruht zu hundert Prozent auf GS1 Standards. Die EANCOM- und EPCglobal-Standards stellen die Basis für den Austausch der Daten und die Verfolgung der Mehrweggebinde dar. Für die Auszeichnung wird der GRAI (Global Returnable Asset Identifier) in visueller Form als GS1-128-Barcode und jeweils in zwei RFID-UHF-Gen2-Tags am Mehrweggebinde vorhanden sein.
Als Infrastruktur für den Austausch von kommerziellen Daten dient EANCOM und für die Verfolgung der Mehrweggebinde EPCIS (EPC-Information Services). Der Kern des Dokuments liegt in der Beschreibung von 36 SOLL-Prozessen, welche zum effizienten Management von Mehrweggebinden verhelfen sollen. Des Weiteren sind im Dokument einige Rechenbeispiele zu finden, welche den Unternehmen ermöglichen sollen, ihre eigene interne Kalkulation zu erstellen und das mögliche Potenzial zu erkennen. Auch werden Wege zur Umsetzung dieser Standards aufgezeigt, welche jedem Unternehmen eine schrittweise Implementierung der Lösung ermöglichen sollen.
Zwei Teilnehmer der Gruppe, Jürgen Schmidle und Mischa Kessler von Bell Schweiz AG, erklärten: «Mehrwegbehälter können nur verwaltet werden, wenn bekannt ist, wo sie sich zu welchem Zeitpunkt befinden bzw. wohin sie unterwegs sind. So können Verluste minimiert und die Verfügbarkeit geplant werden. Grundsätzlich bedeutet das Management von Mehrwegbehältern das Management von Werten, das heisst von Geld.» Ein weiterer Teilnehmer, Günter Gerland von der Container Centrale aus Hamburg, sagte zum Resultat der Gruppe: «Das Ziel der Vereinfachung administrativer Prozesse ist aus meiner Sicht mit dem vorliegenden Leitfaden erreicht worden; er wird sicher in einem durchzuführenden Test seine Praxistauglichkeit beweisen. »
Tatsächlich sind in den kommenden Monaten ein Machbarkeitsnachweis und einige Pilotversuche geplant.

Stéphane Pique
EPC/RFID Adoption Manager
GS1 Schweiz

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