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Neue Arbeitsgruppe «GS1 B2C Trusted Source Of Data (TSD)» startklar

Anfang dieses Jahres ist der Startschuss für die konkrete Umsetzung des Projekts Trusted Source of Data (TSD) gefallen. Mithilfe der GS1 TSD-Datenbank sollen Konsumenten gesicherte Stammdaten zur Verfügung gestellt werden können. Eine wichtige Rolle spielt für ihren Aufbau die neue Arbeitsgruppe «GS1 B2C Trusted Source of Data (TSD)», die ihre Arbeit am 15. März 2013 aufgenommen hat.

(mo) In einer ersten Phase wird sich die neue Arbeitsgruppe ausschliesslich auf Lebensmittel konzentrieren. Eine Ausweitung auf weitere Branchen ist jedoch zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen. Der Grund für eine erste Fokussierung auf Lebensmittel sind die gesetzlichen Vorgaben, die im Vergleich zu Non-Food-Produkten besonders umfangreich sind. Weiterhin tritt mit der EU-Verordnung 1169/2011 bereits im kommenden Jahr eine Vorschrift in Kraft, welche die Stammdatenthematik bei Nahrungsmitteln in besonderem Masse betrifft. Sie schreibt vor, dass die Produktangaben zu vorverpackten Lebensmitteln im Fernabsatz, beispielsweise über Webshops, bereits vor Abschluss des Kaufvertrags verfügbar gemacht werden müssen.

Dienstleister bereits evaluiert

Eine Expertengruppe bestehend aus Vertretern von Handel und Industrie hat GS1 Schweiz dabei unterstützt, sich für einen geeigneten Dienstleister zu entscheiden. Die Wahl fiel auf epc- Solutions. Die zur Verfügung gestellte Infrastruktur entspricht den diversen Anforderungen von GS1 Schweiz und bietet den vollen Funktionsumfang, welcher von der Stammdatenplattform gefordert wird. Das unternehmerische Risiko ist klein und die Skalierbarkeit gleichzeitig sehr hoch. Die Lösung erfüllt zudem alle Anforderungen der GS1 Standards und stellt so die Abbildung und Kommunikation produktbezogener Stammdaten auch über Landesgrenzen hinweg sicher. Diese können für Konsumenten bereits heute gemäss den Anforderungen der EU-Richtlinie 1169/2011 gepflegt werden.
Ein wichtiger Faktor bei der Auswahl war insbesondere die Tatsache, dass diese Datenbank auch über bereits etablierte B2B-Lösungen, wie beispielsweise GDSN (Global Data Synchronisation Network), bestückt werden kann. So kann der Aufwand für Nutzer mit etablierten B2B(2C)- Lösungen gering gehalten werden.

Projektziele

Der Fokus der Arbeitsgruppe liegt auf Praxis- und Anwenderorientierung. In diesem Sinne besteht sie aus namhaften Vertretern aus Industrie und Handel der Lebensmittelbranche. So finden sich zum Beispiel neben Nestlé und Kraft Foods Schweiz auch Migros oder Manor unter den Mitgliedern des Gremiums.
Oberstes Ziel ist die Implementierung einer TSD-Datenbank für die Schweiz. Mit dieser ständigen Arbeitsgruppe ist für ihre Realisierung und Weiterentwicklung die Mitsprachemöglichkeit der Mitglieder von GS1 Schweiz sichergestellt. Zu den weiteren Zielen beziehungsweise Aktivitäten zählen die Erarbeitung eines Preismodells sowie die Definition und der Aufbau der Supportleistungen (extern und intern).
Die Arbeitsgruppe wird weiterhin den Bereitschaftsgrad für Datenlieferung am Markt evaluieren. Konkret soll die Frage beantwortet werden, wer bis wann welche Daten zur Verfügung stellen kann.

Zeitrahmen

GS1 Schweiz wird ab dem 1. Quartal 2013 aktiv an dem Prototypen für die TSD-Datenbank arbeiten. Für die Realisierung der Ziele ist folgender Zeitrahmen vorgesehen:

Phase 1: bis Ende 1. Quartal 2013

  • Erarbeiten des Preismodells mit den Stakeholdern
  • Definition und Aufbau der Supportleistungen (extern und intern)

Phase 2: ab Anfang 2. Quartal 2013

  • Aufnahme des Pilotbetriebs
  • Angebot für alle Mitglieder von GS1 Schweiz schrittweise zur Verfügung Stellen

Phase 3: bis Ende 2. Quartal 2013

  • Evaluation des Bereitschaftsgrads für Datenlieferung im Markt
  • Konkretisierung der Marketingaktivitäten und Begleitmassnahmen

Phase 4: ab Ende 3. Quartal 2013

  • Abschluss der Pilotphase
  • Überführen des Angebots in den ordentlichen Betrieb

Der Fachverband wird seine Mitglieder regelmässig über die Fortschritte des Projekts informieren.


Michel Ottiker

 

Tendenz: steigend
Gesicherte Stammdaten nehmen nicht nur aufgrund von gesetzlichen Vorgaben eine immer wichtigere Rolle ein. Wie beispielsweise auch der GS1 Report 2012 belegt, informieren sich Konsumentinnen und Konsumenten verstärkt bereits vor dem Kauf eines Produkts. Verschiedene Untersuchungen zeigen weiterhin, dass die Qualität der Daten – sofern überhaupt vorhanden – häufig katastrophal ist. Hier setzt die geplante TSD-Datenbank von GS1 Schweiz an, über die gesicherte Produktstammdaten verfügbar gemacht werden sollen.

Weitere Informationen
GS1 Schweiz
Michel Ottiker
Senior Consultant
GS1 System
Länggassstrasse 21
CH-3012 Bern
Tel. +41 (0)58 800 72 32 (direkt)
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