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«Mein Know-how bringt mich weiter»

Supply Chain Manager Elvin CoricAls einer der jüngsten Absolventen des Lehrgangs zum Supply Chain Manager von GS1 Schweiz hat Elvin Coric kräftig in seine berufliche Zukunft investiert.

«Ich wusste schon in der Lehre, dass ich mich noch weiterbilden will.» Elvin Coric ist 25 und hat sein damaliges Vorhaben zielstrebig umgesetzt. Der gelernte Logistikassistent hat im Juni 2016 den Lehrgang zum Supply Chain Manager von GS1 Schweiz als bisher jüngster Absolvent abgeschlossen. «Als ich mich für die Ausbildung angemeldet habe, war ich 23 und die Verantwortlichen bei GS1 Schweiz haben mich speziell auf die Anforderungen des Lehrgangs hingewiesen», erinnert er sich. Denn dieser sei zeitlich und inhaltlich anspruchsvoll, so Coric.

Zukunftsgerichtete Weiterbildung
Aufgrund seines jungen Alters wollte man ihm die Verpflichtung, die er mit der Anmeldung einging, detailliert veranschaulichen. Und Coric war bereit dafür: «Jedes Alter hat seine Vor- und Nachteile für die Ausbildung. So fiel es mir leichter, den Unterrichtsstoff aufzunehmen, als manchen älteren Kollegen. Diese wiederum konnten teilweise besser auf ihre Berufserfahrungen zurückgreifen, um die Theorie mit der Praxis zu verbinden.» Doch auch Coric kann bereits einen ansehnlichen Rucksack an Arbeitserfahrung vorweisen: Seit er vor zehn Jahren als Lehrling bei Rhenus Contract Logistics AG in Schaffhausen einstieg, hat er dort verschiedene Funktionsstufen durchlaufen. Mit 21 arbeitete er beim Unternehmen, das Dienstleistungen im Bereich der Lager- und Distributionslogistik anbietet, als Key Account Manager. In dieser Funktion übernahm er ein Team mit drei Mitarbeitenden.

Parallel zu dieser neuen Aufgabe erwarb der junge Berufsmann bei GS1 Schweiz den eidgenössischen Fachausweis als Logistikfachmann und erhielt einen weiteren Kunden mitsamt dem dazugehörigen Mitarbeitenden- Team zugeteilt. «Ich habe Freude daran, Mitarbeiter zu führen. Ich mag es, andere Menschen zu motivieren, und konnte schon tolle Teams aufbauen. Zudem ist es schön zu merken, wie mich mein Know-how weiterbringt und ich damit Lösungen finden kann.» Nach diesen ersten beruflichen Erfolgen wäre laut Coric die Weiterbildung zum Logistikleiter der nächste logische Karriereschritt gewesen. «Aber die Zukunft der Logistik liegt in der Digitalisierung und der Lehrgang zum Supply Chain Manager wird dieser Entwicklung gerecht», so die Analyse des in Neuhausen am Rheinfall aufgewachsenen Ostschweizers. «Ausserdem muss bei jedem neuen Kunden, den ich gewinne, die gesamte Wertschöpfungskette für die verlangte Dienstleistung mit aufgebaut werden.» Deshalb habe er sich für die Weiterbildung zum Supply Chain Manager entschieden, erklärt Coric, der heute die Funktion eines Teamleiters Warehouse innehat.

Wertvolles Networking
Am meisten konnte Coric dabei von den Fächern im Bereich der Systemintegration profitieren, weil diese die Schnittstellen zur Kundschaft thematisieren. «Auch das Modul des Projektmanagements mit seinen Tools hilft mir im Beruf weiter. Im Alltag beschäftige ich mich zudem oft mit Fragen des Prozessmanagements und kann mir dabei das Gelernte zunutze machen», erzählt Coric. Dem Management von Informationssystemen, das in der Ausbildung behandelt wurde, misst er in seinem Beruf ebenfalls grosse Bedeutung zu: «Wir sind im Alltag mit einer Menge an Daten und Kennzahlen konfrontiert, die wir idealerweise so verarbeiten, dass sie überschaubar und auch aussagekräftig sind.» Nebst den fachlichen Inhalten sieht der Supply Chain Manager insbesondere das Networking als wertvollen Bestandteil seiner Weiterbildung. «Ich konnte mich gut vernetzen und habe nun mit meinen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen sowie den Dozenten des Lehrgangs zahlreiche Ansprechpartner ausserhalb meines eigenen Betriebs, die ich bei fachlichen Fragen jederzeit kontaktieren kann.» Für seine Diplomarbeit – verlangt wird die Bearbeitung eines realen Falls – musste Coric auf einen externen Auftraggeber zurückgreifen, da sein Arbeitgeber als Anbieter logistischer Dienstleistungen nur einen Teilbereich der Supply Chain abdeckt. «Das war herausfordernd, da ich mich in ein fremdes Unternehmen einarbeiten musste. Doch im Endeffekt hat mir diese Situation viel gebracht, denn ich hatte die Möglichkeit, vertieft in einen anderen als den eigenen Betrieb hineinzusehen. Auch dort konnte ich gute Kontakte knüpfen.»

Entwicklung ist ein Muss
Mit der Ausbildung zum Supply Chain Manager hat Elvin Coric kräftig in seine berufliche Zukunft investiert. Dass er dabei auf die Unterstützung seines langjährigen Arbeitgebers zählen konnte, freut ihn: «Für mich ist wichtig, dass sich im Beruf regelmässig etwas bewegt. Das muss nicht zwingend eine Weiterbildung, sondern können beispielsweise auch neue Projekte und Aufgabengebiete sein.» Momentan konzentriert sich Coric auf seine Arbeitsumgebung. «Ich erwarte, dass sich mein Arbeitsfeld innerhalb der nächsten Jahre erweitern wird, auch dank der Weiterbildung.» Mit der Ausbildung ist der Logistikexperte zudem seinem Fernziel bereits in jungen Jahren einen grossen Schritt nähergekommen: «Ich strebe eine leitende Funktion als Führungsperson oder als Fachspezialist für Supply Chain Management an.» |

Julia Konstantinidis
 

Zur Person:
Elvin Coric ist 1992 in Schaffhausen geboren und wohnt in Winterthur. Die Lehre zum Logistikassistenten absolvierte er bei Rhenus Contract Logistics AG in Schaffhausen. Nach dem Abschluss der beruflichen Grundausbildung blieb er im Unternehmen. Mit 21 erwarb der Ostschweizer bei GS1 Schweiz den eidgenössischen Fachausweis als Logistikfachmann und schloss 2016 den Lehrgang zum Supply Chain Manager ab, den er bei GS1 Schweiz absolviert hat. Derzeit ist Coric in der Funktion als Teamleiter Warehousing tätig. Zu seinem Aufgabenbereich gehören zudem die Implementierung neuer Kunden und Projektmanagement.

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