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Krise überwunden

Es geht berauf - die Logistikbranche hat die Krise gemeistertDie Logistik wird für die Schweiz immer wichtiger. Laut Logistikmarktstudie 2012 wächst die Branche überproportional. Mit einem Marktvolumen von fast 36 Milliarden Franken hat sie einen Rekordwert erreicht.

(jh) Die 5. Auflage der Logistikmarktstudie, herausgegeben von der Universität St. Gallen und GS1 Schweiz, belegt, wie gut die Logistikbranche die Wirtschaftskrise von 2008 gemeistert hat. Mit einem Zuwachs von 4,1 Prozent kehrt die Branche auf den Wachstumsmarkt zurück. Im gleichen Zeitraum legte die Gesamtwirtschaft lediglich um 2,8 Prozent zu.

Nicht nur die Umsätze in der Logistik sind gestiegen, sondern auch die Zahl der Beschäftigten, nämlich um 1,3 Prozent auf 168 000 im Jahr 2010. Und auch mengenmässig verzeichnete der Logistikmarkt laut der Studie einen Zuwachs. So nahm die transportierte Tonnage im Jahr 2010 um 2,9 Prozent auf rund 465 Millionen Tonnen zu.


36 Milliarden Franken hat die Branche einen Rekordwert erreichtStrasse und Schiene
Mit einem Anteil von 79 Prozent am gesamten Güteraufkommen bleibt die Strasse, gemessen am Warenwert und an der transportierten Tonnage, weiterhin der Hauptverkehrsträger, gefolgt von der Schiene mit 14 Prozent, dem Rohrleitungsverkehr mit 3,5 Prozent und dem Schiffsgüterverkehr mit 3,3 Prozent.

Der Bahnverkehr, aber auch der Schiffsgüterverkehr spielen bei hohen Transporttonnagen eine wichtige Rolle. Die Luftfracht weist hingegen nur einen Anteil von 0,1 Prozent am Gesamtaufkommen auf. Besonders bei hochwertigen Gütern spielt dieser Bereich jedoch eine wichtige Rolle.

Die neue Ausgabe der Studie beleuchtet diverse Aspekte des Schweizer Logistikmarktes und wurde um weitere spannende Themenfelder ergänzt. So enthält sie neu eine tief gehende Analyse der Schweizer Binnenschifffahrt. Ferner liefern die Ergebnisse einer Umfrage auf dem Schweizer Logistikmarkt interessante Erkenntnisse zum Kombinierten Verkehr und zu den Anforderungen der verladenden Unternehmen an die Logistikdienstleister. Zusätzlich wird erstmals der Schweizer Intralogistikmarkt quantifiziert.


Top 100
Die Studie zeigt nicht nur die wachsende volkswirtschaftliche Bedeutung der Branche, sondern schafft auch Transparenz im Hinblick auf die Logistikdienstleister. So stellt die Schweizerische Post mit 44 803 Mitarbeitenden und einem Umsatz von fast 9 Milliarden Franken im Jahr 2009 den grössten Logistikdienstleistungskonzern der Schweiz dar. Die Tochtergesellschaft PostMail AG belegt dabei den ersten Platz im Ranking mit einem Umsatz von 2808 Millionen Franken und 16 996 Mitarbeitenden. Die PostLogistics AG folgt auf dem dritten Platz mit 1488 Millionen Franken Umsatz und 5489 Mitarbeitenden. Das grösste familiengeführte Logistikunternehmen der Schweiz ist die Planzer Transport AG mit einem schweizweiten Umsatz von 577 Millionen Franken (7. Platz).

Joachim Heldt

 

Logistikmarkt 2012, 5. Auflage

Der Katalog «Logistikmarkt 2012» mit der 5. Auflage der Logistikmarktstudie (Autoren: Prof. Dr. Wolfgang Stölzle, Prof. Dr. Erik Hofmann und Dipl.-Wi.-Ing. Kerstin Lampe) ist das führende und umfassendste Nachschlagewerk für Logistik, Prozess- und Supply Chain Management in der Schweiz.

Kosten:

  • Mitglieder von GS1 Schweiz: CHF 180.– (Vorzugspreis bis zum 24.12.2011: CHF 120.–)
  • Mitglieder anderer Verbände (SSC, SPEDLOGSWISS, ASTAG, SVI, SVKTL, SVBL, SFB, SVME, SAK-CES): CHF 300.–
  • regulärer Preis: CHF 420.–
  • zzgl. Versandkosten (Inland CHF 6.–; europäisches Ausland CHF 32.–)
  • Bestellungen: www.logistikmarkt.ch



 

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