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Denkanstösse

Bereits zum 28. Mal fand im Technopark Züri-West das Zürcher Logistik-Kolloquium statt. Das Tagungsmotto: „Prozesse optimieren – Standorte stärken. Strategische Erfolgsfaktoren: Logistik und Service.“

Das Zürcher Logistik-Kolloquium wurde vor 28 Jahren vom BWI/ETH ins Leben gerufen. Die Dr. Acél & Partner AG führt diese Tradition seit 1996 fort. Zwar änderte sich im Laufe der Zeit der Rahmen der Veranstaltung; die Botschaft jedoch bleibt: Menschen lösen reale Probleme und packen Optimierungen an. Dr. Acél & Partner AG fokussierte gemeinsam mit der ETH Zürich auf eine Stärkung Schweizer Industriestandorte und Prozessoptimierung. Der Anlass vom Oktober 2011 war gut besucht. Zum Gelingen trugen vier Topreferenten bei.

Stahl-Logistik
Spannend trug Dr. Jürgen Harland, Leiter Logistik und SCM, Salzgitter Flachstahl GmbH (D) „Warum leicht, wenn es auch schwer geht?“ vor. In der Stahlindustrie-Logistik zählt Grösse: ein 10 Quadratkilometer grosses Areal und mehr als 300 Kilometer eigenes Schienennetz. 100'000 Tonnen Güter (Stahl, Erze, Kohle, Kalk etc.) werden täglich geliefert oder abtransportiert. Die Stahlherstellung ist ein kontinuierlicher Prozess.

Es gilt innerhalb kleinster und laufend weiter zu verdichtender Zeitfenster die schwersten Züge Deutschlands äusserst pünktlich zu bewegen. Die Folge eines Unterbruchs wäre ein zerstörter Hochofen. Der Kostendruck zwingt zu laufender Optimierung und Investition ausgehend von den Kundenbedürfnissen. Daher ist eine professionelle Ausrichtung der Logistiklösungen zentral für den Erfolg.

Die fraktale Fabrik
Hans Rudolf Hauri, CEO der RUAG Real Estate AG präsentierte „themenorientierte Industrie-Parks als Basis für eine optimale Logistik in fraktalen Fabriken“. Die RUAG Real Estate AG ist Kompetenz-Zentrum für rund 6’000 Immobilien-Anlagen im In- und Ausland. Werkplätze brauchen eine stimmige, zeitgemässe Infrastruktur, wobei das Angebot sehr beschränkt ist. Bei der heutigen meist veralteten Infrastruktur braucht es einen Neuanfang. RUAG hat die Möglichkeiten. „Dabei liegt der Trend bei grossen Arealen und sogenannten Themenparks. In modernen Industrie-Arealen ist eine optimale Möblierung mit flexibel nutzbaren Zweckbauten, gradlinigen Fahrgassen und klugen Auswegen unabdingbar.“

Der Biospüler
Um Abfall und die damit einhergehenden Möglichkeiten zur Energiegewinnung drehte es sich bei Jürg Spieler, CEO der Almatec Gruppe AG. Er illustrierte die Küchenlogistik nach dem Verfütterungsverbot und fragte: „Was tun mit Speise- und Rüstabfall?“ Seit dem Verbot, wonach keine Speise- und Rüstabfälle mehr an Schweine verfüttert werden dürfen, verwerten Biogas-Anlagen zunehmend mehr organische Abfälle. Küchenabfälle vor Ort zu granulieren und als „Fliessgut“ zu lagern und transportieren spart viel Handling, Platz und somit Kosten. Durch diese Innovation sind langfristig Schweizer Arbeitsplätze gesichert.

Medikamenten-Logistik
Das finale Referat hielt Dr. Petr Hess, Leiter Operations, Zur Rose Suisse AG. 1993 von 20 Thurgauer Ärzten gegründet, ist Zur Rose bei Konsumentinnen der bekannteste auf Medikamente spezialisierte Schweizer Distributor. Kundenbindung ist der Schlüssel zum Erfolg. Wer in diesem Metier erfolgreich sein will, muss bei höchster Qualität und Effizienz Top-Service liefern. Im Referat „Logistik im Spannungsfeld von Service und Kosten“ illustrierte Dr. Petr Hess, dass Zur Rose die Erfolgsfaktoren in diesem harten Wettbewerbs-Umfeld beherrscht. Ihr Logistikzentrum in Frauenfeld ist das Herz des Unternehmens.

 

Vorschau

Impuls-Apéro
Dienstag, 8. Mai 2012 ab 17.00 Uhr
Brasserie Lipp in Zürich
Anmeldung unter www.acel.ch/apero


29. Zürcher Logistik-Kolloquium
Donnerstag 25. Oktober 2012 ab 13.00 Uhr
Technopark in Zürich
Anmeldung via E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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