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Tradition verpflichtet

Tradition verpflichtet Für die Entwicklung einer weltweit einzigartigen RFID-Selbstklebeetikette hat das Unternehmen Pago den internationalen Verpackungspreis «WorldStar» 2010 gewonnen. Die RFID-Etikette vereint Premium-Dekoration mit diversen Funktionsfeatures.

(jh) Nach dem Schweizer Verpackungspreis «SwissStar 2009» hat das Unternehmen nun auch die weltweit höchste Verpackungsauszeichnung «WorldStar» für die Hightech-Etikettenlösung gewonnen.

Das System wurde für den Wiener MarkenkaffeeHersteller «Julius Meinl» und sein Kaffeesystem entwickelt. Meinl stellt Gastronomiebetrieben professionelle Mahlsysteme zur Verfügung und liefert den Original-Meinl-Kaffee. Die Pago-Lösung vereint anspruchsvolles Design, Information, Qualität und Markenschutz und unterstreicht so das Premium-Image des Produkts. Mit der Lösung wird sichergestellt, dass die Gastrobetriebe ausschliesslich die Meinl-Originalprodukte einsetzen.

Und so funktioniert’s
Es ist die Kombination der Mühle, abgestimmt auf den Blend 1862 Premium im Aroma Fez, kombiniert mit modernster RFID-Technologie. Was kompliziert tönt, ist eigentlich ganz einfach. Im Aroma Fez (Kaffeebehälter) befinden sich 2,5 Kilogramm luftdicht verpackter Kaffee. Der Meinl-Kaffeebohnenbehälter wird an seiner Unterseite mit der RFID-Etikette von Pago versiegelt. Die Seriennummer des Behälters wie auch das Füllgewicht sind im RFID-Chip gespeichert. Der mit der Etikette versiegelte Kaffeebohnenbehälter wird im Gastronomiebetrieb geöffnet und auf das Meinl-Kaffeemahlsystem aufgesetzt. Jetzt kommt die intelligente RFID-Etikette zum Einsatz.

Das mit einer RFID-Antenne ausgestattete Mahlsystem identifiziert anhand des Chips in der Etikette den Originalbehälter. Die Identifikationsnummer (Unique Identification Number, UID) wird im System gespeichert und 200 Tassen werden freigegeben. Jede durchgeführte Mahlung wird im Chip und im Mahlsystem protokolliert. Nach 200 Mahlungen stellt die Mühle automatisch ihren Betrieb ein und ist blockiert.

Damit die Mühle ihren Dienst wieder aufnimmt, muss der leere Bohnenbehälter zwingend durch einen neuen, gefüllten Originalbehälter ersetzt werden. Wird der leere Kaffeebehälter mit Kaffee einer Fremdmarke aufgefüllt, funktioniert die Mühle nicht, denn die UID im RFID-Chip stellt sicher, dass der Bohnenbehälter jeweils nur einmal verwendet werden darf. Laut Pago garantiert diese «weltweit einmalige RFID-Etikettenlösung» zu hundert Prozent, dass in den Meinl-Kaffeemühlen auch nur der Original-Julius-Meinl-Kaffee verarbeitet wird. So ist zum Schutz des Herstellers sowie der angeschlossenen Gastronomiekunden ein Missbrauch in der ganzen Logistikkette ausgeschlossen.

Im Weiteren informieren in der Etikette eingedruckte Daten den Gastrobetrieb beispielsweise über das Verfalldatum der Kaffeebohnen. Die wichtigste Funktion der Etikette bleibt jedoch für das Auge unsichtbar: Der integrierte RFID-Chip liefert einen «elektronischen Fingerprint» und bietet Sicherheit vor Manipulation in der ganzen Supply Chain. Die Etikettenlösung von Pago soll im Wesentlichen sicherstellen, dass die Gastrobetriebe ausschliesslich Meinl-Kaffee verarbeiten und die Konsumenten somit in den Genuss des Originalprodukts kommen. Erreicht wird das unter anderem durch das Abfüllen der Meinl-Kaffeebohnen in einen Behälter, dessen Verschluss mit der Hightech-Etikette von Pago versiegelt wird.

Meinl und WorldStar
Julius Meinl gründete 1862 am Fleischmarkt in Wien sein erstes Geschäft. Er verkaufte Rohkaffee, den er in der Folge als Erster bereits fertig geröstet anbot. Seine Innovation ersparte vielen Konsumenten das Rösten der grünen Kaffeebohnen am häuslichen Herd und garantierte dadurch erstmals gleichbleibende Qualität. Zwischen 1918 und 1939 expandierte das Unternehmen in viele Länder Mitteleuropas. 1939 besass Julius Meinl europaweit über 1000 Filialen, Franchisenehmer und viele Fabriken. Während des Zweiten Weltkriegs wurden viele der Standorte zerstört. In den Neunzigerjahren stieg Julius Meinl aus dem Massenlebensmittelhandel aus. Vor zehn Jahren wurde das Geschäft am Graben vergrössert und als GourmetGeschäft wiedereröffnet. Neben der Kaffeeproduktion gehören zur Julius Meinl Gruppe auch die Julius Meinl am Graben GmbH, Meinl Internet Commerce sowie die Meinl Bank. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 600 Mitarbeitende, ist in mehr als 70 Ländern vertreten und erzielt nach eigenen Angaben über 100 Millionen Euro Umsatz. Die internationale Verpackungsorganisation «World Packaging Organisation» (WPO) vergibt jedes Jahr die WorldStar Awards. Zum Wettbewerb zugelassen sind ausschliesslich Unternehmen mit Innovationen, die bereits einen nationalen Verpackungspreis gewonnen haben. Die Jury beurteilt die Einreichungen bezüglich Schutz, Handling, Information, Design, Qualität, Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit.
 
Joachim Heldt

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