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Unsere Spuren im World Wide Web

Auch Sie nutzen doch Facebook, Twitter oder LinkedIn? Nein? Aber sicher haben Sie schon über das Internet Bestellungen getätigt oder sind Mitglied einer Online-Interessengemeinschaft. Überall hinterlassen Sie virtuelle Spuren. Denn ohne Angabe Ihrer persönlichen Daten können Sie all diese Online-Services gar nicht nutzen. Auch wenn wir mit den beliebten Kundenkarten Bonuspunkte sammeln oder die unzähligen Telekommunikationsdienste nutzen, wir werden immer mehr zum gläsernen Kunden. Fast alles wird nachvollziehbar: was wir kaufen, wo wir kaufen, was wir tun und wo wir sind. Datenschutz geht heute jeden an.

Vor 30 Jahren, genauer gesagt am 28. Januar 1981, wurde die Europäische Datenschutzkonvention unterzeichnet. Seit 2007 wird jedes Jahr auf Initiative des Europarates der europäische Datenschutztag begangen. Mit der Unterzeichnung der Europaratskonvention 108 «Übereinkommen zum Schutz des Menschen bei der automatischen Verarbeitung personenbezogener Daten» haben sich 42 Staaten verpflichtet, den Rechten und Grundfreiheiten insbesondere des Persönlichkeitsbereichs bei der automatisierten Datenverarbeitung Sorge zu tragen. Auch die Schweiz hat 1981 die Konvention unterzeichnet.

Am 5. Europäischen Datenschutztag fiel in der Schweiz der Startschuss zu «Netla – Meine Daten gehören mir». Ziel ist es, Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 14 Jahren für einen bewussteren Umgang mit ihren persönlichen Daten zu sensibilisieren (www.netla.ch). Die Initiative wurde vom Rat für Persönlichkeitsschutz (RfP) ins Leben gerufen und steht unter der Schirmherrschaft des Datenschutzund Öffentlichkeitsbeauftragten Hanspeter Thür.

Der Datenschutztag soll uns aber auch daran erinnern, dass wir ab und zu unsere virtuelle Präsenz überprüfen sollten. Löschen Sie Profile und Accounts, die Sie nicht mehr verwenden. Zugegeben, Ihre Daten, Kommentare und Ferienbilder auf Facebook sind auf Jahre hinaus in den Suchmaschinen auffindbar. Unterdessen gibt es aber spezielle Software und Dienstleister, die versprechen, ihre virtuellen Spuren im Internet endgültig zu löschen. Damit aber die Attraktivität von Social- Media-Plattformen weiter bestehen bleibt, müssen rechtliche Rahmenbedigungen geschaffen werden, die den Benutzer vor Datenmissbrauch schützen.

Joachim Heldt
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