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Elektronische Leistungserfassung

Die mobile Datenerfassung ermöglicht patientenbezogene Medikamenten- wie auch die LeistungserfassungDie Akteure im Gesundheitswesen stehen unter Kostendruck. Verbesserung der Patientenversorgung bei gleichzeitiger Kostensenkung ist die Herausforderung. Daher setzen Spitäler auf mobile Barcodescanner.

(jc) Die steigenden Kosten im Gesundheitswesen haben in den vergangenen Jahren sehr viel in Bewegung gebracht. Neu wird statt einer Pauschalabrechnung eine patientenbezogene Abrechnung verlangt. Dies bedingt, dass alle Leistungen und Medikamentenabgaben pro Patient erfasst werden.

Mobil und abgestimmt
Auch am Ostschweizer Kinderspital wurde rasch ersichtlich, dass eine manuelle Erfassung hierfür zu zeitaufwendig und fehlerbehaftet ist. Bereits in den Neunzigerjahren wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit der elektronischen Leistungserfassung beschäftigte. Es wurde erkannt, dass die Strichcodetechnologie sowohl für die Medikamentenerfassung als auch für die Leistungserfassung bestens geeignet ist. Um das Pflegepersonal in seiner Arbeit nicht an fixe Arbeitsstationen zu binden und weil sich der Einsatz eines Laptops als unpraktisch erwies, wurden handliche, mobile Datenerfassungsgeräte eingesetzt. Bei der ersten Generation der MDE-Geräte wurden die Stamm- und Leistungsdaten auf dem Gerät selber gespeichert und die erfassten Daten dann stapelweise an die Leistungserfassungssoftware UNIMOD übertragen. Die anfänglichen Schwierigkeiten mit der Einbindung der neuen MDE-Geräte in die IT-Infrastruktur wurden durch den Herstellersupport gelöst. Heute sind die neusten MDE-Geräte, Modell ICS-IT300 und Modell ICS-IT800, im lokalen Funknetzwerk eingebunden, dadurch erfolgt der Datenaustausch in Echtzeit. Das grosse, farbige Display mit Touchsensoren bietet ausreichend Platz für eine übersichtliche, grafisch orientierte Bedienerführung. Die Datenerfassung mit dem linearen Scanner und die Quittierung mittels Berührung sind benutzerfreundlich. Mit der Entwicklung der grafischen Oberfläche war die Sapienza GmbH beauftragt. Der Serverdienst NEMO der Firma Caprex GmbH wurde an die spezifischen Bedürfnisse des Ostschweizer Kinderspitals angepasst. Er kommuniziert direkt mit der Leistungserfassungssoftware UNIMOD-Hospital derselben Firma. Die erfassten Daten werden validiert und zur Übermittlung an die administrative SAP-Software bereitgestellt.

Transparente Patientenabrechnung
Wie uns Sarina Moser, Projektleiterin Leistungserfassung neue Technologie am Ostschweizer Kinderspital, erklärte, waren Grundsatzentscheidungen schon 1996 zu Beginn der Leistungserfassung nötig, damit die Leistungs-, Pflegematerial- und Medikamentenerfassung reibungslos funktioniert. So ist jeder Leistungserbringer, wie Ärzte, Pflege- und Fachpersonal, selbst dafür verantwortlich, dass die erbrachten Leistungen erfasst werden. Pro Abteilung ist eine delegierte Mitarbeiterin vom Pflegepersonal dafür verantwortlich, dass die Bestände der Medikamente und des Pflegematerials korrekt sind. Die Supportstelle Patientenservices bietet die notwendige Unterstützung, sei es bei technischen Problemen oder Fragen rund um die Leistungserfassung. Gemäss den Ausführungen von Vreni Nagel, Leiterin Einkauf und Logistik, hat die Erfassung des Medikamentenund Materialverbrauchs eine Bestandsänderung im SAP zur Folge, welche die Kommissionierung und Bereitstellung der Medikamente und des Pflegematerials pro Abteilung auslöst. Es habe sich gezeigt, dass es sich lohnt, direkt beim Wareneingang die noch nicht mit einem Strichcode gekennzeichneten Medikamente und Materialien manuell zu etikettieren.
Schon heute werden im Ostschweizer Kinderspital 99 Prozent der Medikamente und etwa 80 Prozent des Pflegematerials patientenbezogen erfasst. Damit wird eine Kostenoptimierung bei der Medikamenten- und Pflegematerialbewirtschaftung erreicht sowie die Transparenz bei der Abrechnung der Leistungen pro Patient erhöht.

Jiri Cerny

Weitere Informationen

ICS Identcode Systeme AG
Sophie-Guyer-Strasse 9
CH-8330 Pfäffikon ZH
Tel. +41 (0)44 952 44 44
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