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Report 2052

(jh)Vor vierzig Jahren sorgte der Club of Rome mit der Studie «Die Grenzen des Wachstums» für Aufmerksamkeit. Vorgestellt wurde sie erstmals 1972 am 3. St. Galler Symposium. Bis heute sind von diesem Buch über 30 Millionen Exemplare in 30 verschiedenen Sprachen verkauft worden. Der Club of Rome erhielt dafür im Jahr 1973 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Kritiker belächelten damals die vorgestellte Studie zur Zukunft der Weltwirtschaft: dünnes Zahlenmaterial und übertriebene Vorhersagen. Auch wenn vieles, was der Bericht angekündigt hat, nicht eingetreten ist, so hat sich doch der prognostizierte Trend bewahrheitet: Die Ressourcen werden knapper, die Kluft zwischen Arm und Reich wird grösser und die Meere sind überfischt. Bis heute werden die alten Szenarien verfeinert und angepasst.
Vierzig Jahre danach sorgt der Club of Rome mit seinem Report «2052: Eine globale Vorhersage für die nächsten 40 Jahre» wieder für Aufsehen. Der Ausblick des Zukunftsreports ist düster: Der Klimawandel wird den Menschen zu schaffen machen und den Planeten Erde verändern, so die Zukunftsforscher. Sie warnen vor extremen Wetterereignissen. Dürre, Kälte, Fluten und Wirbelstürme werden zunehmen.
Der Generalsekretär des Club of Rome, Ian Johnson, wörtlich: «Wenn wir wollen, dass unsere Kinder und Enkelkinder auf einem zukunftsfähigen und gerechten Planeten leben, ist ‹Business as usual› keine Option.» Handeln ist angesagt. Verhaltensmuster sind zu überdenken und neu zu gestalten. Dazu gehört auch, dass wir uns angesichts der Ausweitung des Bedrohungsspektrums auf die möglichen Szenarien einstellen und gemeinsam Konzepte gegen Krisen und Katastrophen definieren, um so gemeinsame Werte zu schaffen, die der Einzelne nicht erreichen kann.

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