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Alle für eines

Alle für einesNachhaltigkeit beschäftigt Wissenschaft, Wirtschaft und Politik und stellt alle Beteiligten vor hohe Herausforderungen. Um eine einheitliche Vorgehensweise zur effizienten Bewältigung dieser Problemstellungen definieren zu können, schliessen sich viele Interessenvertreter in Organisationen zusammen. GS1 network stellt fünf von ihnen vor.

Die zahlreichen verschiedenen Organisationen, die sich dem Thema Nachhaltigkeit annehmen, weisen genauso viele verschiedene Facetten auf wie der Begriff Nachhaltigkeit selbst. Während manche sich auf einzelne Elemente wie beispielsweise Ökologie konzentrieren, versuchen andere, das gesamte Spektrum abzudecken.

The Sustainability Consortium
Beim Sustainability Consortium handelt es sich um eine US-amerikanische Initiative. Ihr Fokus liegt unter Einbezug aller Akteure auf der Konsumgüterindustrie. Mithilfe von Fortschritten in der Wissenschaft sollen innovative Produkte und Wertschöpfungsnetzwerke geschaffen werden, die ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeitsanforderungen entsprechen. Die globale Organisation setzt sich für glaubwürdige und transparente Prozesse ein und stellt hierfür Mess- und Reportingsysteme zur Verfügung, die sowohl für Produzenten als auch Händler und Zulieferer zugänglich sind.

Sustainable Packaging Coalition
Sie wurde 2004 gegründet und zählt rund 200 Mitglieder: Unternehmen, Hochschulen und Regierungsvertreter. Der Interessenschwerpunkt der Sustainable Packaging Coalition ist die Nachhaltigkeit von Verpackungen. Dafür bietet die Industriearbeitsgruppe verschiedene Aktivitäten an, wie Veranstaltungen und Schulungen. Im Rahmen von Forschungsarbeiten werden Best Practices sowie innovative Technologien und Materialien untersucht. Die Sustainable Packaging Coalition stellt die Ergebnisse ihren Mitgliedern dann in Publikationen zur Verfügung.

EuroCommerce
Für fairen, nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Handel und Handwerk in Europa tritt der Verband für europäischen Handel, EuroCommerce, ein. Er repräsentiert 31 Länder und zählt sechs Millionen Handelsunternehmen zu seinen Mitgliedern. EuroCommerce macht sich insbesondere für eine EUGesetzgebung im Sinne der europäischen Handelswirtschaft stark. Corporate Social Responsibility (CSR), Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit, Logistik, Supply Chain und Umwelt gehören zu den bearbeiteten Themenbereichen rund um Nachhaltigkeit. Ersteres wird sowohl in der Europäischen Allianz für CSR als auch im Multi-Stakeholder-Forum der EU bearbeitet. Seit 2012 wird das Thema Umwelt sowohl im Rahmen der Verbandstätigkeit im Sinne von Positionspapieren als auch im Rahmen des Retailers Environmental Action Programme (REAP) behandelt.

Business Social Compliance Initiative (BSCI)
Die Business Social Compliance Initiative (BSCI) wurde im Jahr 2003 als Initiative der Foreign Trade Association (FTA) ins Leben gerufen. Die Wirtschaftsinitiative richtet sich an Unternehmen, die sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der globalen Lieferkette engagieren. Durch einen einheitlichen Verhaltenskodex sowie ein Monitoringsystem und Schulungen werden Unternehmen beim Aufbau einer ethischen und sozial verträglichen Lieferkette unterstützt. Der Verhaltenskodex stützt sich auf wichtige internationale Abkommen zum Arbeitnehmerschutz, unter anderem die Konventionen und Empfehlungen der ILO. Mehr als 700 Teilnehmer haben sich zur Umsetzung des BSCIVerhaltenskodex und -Systems in ihren Lieferketten verpflichtet.

The 10-Year Framework of Programmes on Sustainable Consumption and Production
Das «10-Year Framework of Programmes on Sustainable Consumption and Production» (10YFP) ist eine breit angelegte und den verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit verpflichtete internationale Initiative. Ihr Ziel: internationale Kollaboration fördern, um nachhaltigen Konsum und Produktion voranzutreiben. Dabei soll die Ressourceneffizienz gesteigert, das Wirtschaftswachstum vom Ressourcenabbau getrennt und die Armut verringert werden. Insbesondere für Entwicklungsländer sind finanzielle und technische Hilfen vorgesehen. Das 10YFP versteht sich weiter als Wissensplattform für auf nachhaltigen Konsum und Produktion ausgerichtete Initiativen, Best Practice und Mittel. Kernelement ist die Onlineplattform www.scpclearinghouse.org. Hier können entsprechende Informationen, Neuigkeiten und Veranstaltungen zum Thema ausgetauscht werden. Zudem lassen sich Partner für entsprechende Kooperationen suchen und finden. Eine aktive Beteiligung steht prinzipiell allen Interessengruppen offen: von Regierungen über Wirtschaft bis hin zu Konsumentenorganisationen. Das Sekretariat ist dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) angeschlossen.

Jonas Batt

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