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Im Job von null auf hundert

In der Transport- und Logistikbranche sind Fachkräfte gefragt. Für viele von ihnen bildet die berufliche Grundbildung die erste Stufe der Karriereleiter. Unternehmen wie Gebrüder Weiss setzen grosse Hoffnungen in ihre Lernenden.

Mit ihrem fundierten Wissen, besten Kenntnissen von betriebsinternen Abläufen und Strukturen sowie einem über die Jahre gewachsenen Netzwerk verfügen die jungen Fachkräfte über ideale  Voraussetzungen, um Kunden zu begeistern – und mit der Zeit selbst eine Top-Position zu übernehmen.

Von der Pike auf
Oskar Kramers erster Lehrtag bei Gebrüder Weiss liegt 40 Jahre zurück. Seither hat er dem Transport- und Logistikunternehmen nur einmal kurz den Rücken gekehrt – um seinen Militärdienst zu absolvieren.In der Folge machte Kramer «alle Abteilungen vom Zoll  über  Export und Import» durch, betreute Kunden im Aussendienst, wechselte als Prozessentwickler wieder ins operative Geschäft und ist heute Landesleiter von Gebrüder Weiss Schweiz.

Eine Laufbahn wie jene von Oskar Kramer ist bei Gebrüder Weiss nichts Ungewöhnliches. Im Gegenteil: Viele der Spitzenkräfte, die heute die Geschicke des Unternehmens lenken, haben das Gewerbe im Konzern von Grund auf gelernt und sich auf der Karriereleiter Stufe für Stufe nach oben gearbeitet – mit tatkräftiger Unterstützung. Denn Gebrüder Weiss nutzt die berufliche Grundbildung bewusst dazu, in den Niederlassungen Nachwuchsführungskräfte und Spezialisten   auszubilden und spezifische Qualifikationen und Kompetenzen weiterzugeben. «Damals wie heute sind den jungen Spediteu- ren immer Menschen zur Seite gestanden, die sie gefördert und gefordert haben», verweist der Landesleiter auf wertvolle Mentoren im Unternehmen, die Jugendliche auf ihrem Karriereweg begleiten.

Nachwuchsschmiede Gebrüder Weiss Schweiz
Bereits 1872 hat der Transportexperte mit Hauptsitz im österreichischen Vorarlberg den Sprung über die Grenze gemacht und in der Schweiz eine eigene Niederlassung eröffnet. Heute arbeiten in vier Niederlassungen in Altenrhein, Basel, Bern und Zürich sowie diversen Grenzbüros an die 225 Menschen. In Altenrhein und Basel erhalten jährlich  durchschnittlich 16 Jugendliche eine Grundbildung: einerseits als «Kaufmann/-frau EFZ, Internationale Speditionslogistik» mit unterschiedlichen Profilen (B, E, M), andererseits als «Logistiker/in EFZ». Die Ausbildungen dauern insgesamt drei Jahre und die Lernenden wechseln dabei im Rota- tionsprinzip alle sechs Monate die Abteilung, um ein umfassendes Wissen zu erlangen.

Neben der fachlichen Ausbildung in den Bereichen Transport, Lager, Beratung, Logistik, Zollabwicklung oder IT kommt auch das Persönliche nicht zu kurz: Für die Jugendlichen werden Ausflüge, Exkursionen und ein mehrtägiges Camp organisiert sowie Fachschulungen veranstaltet. Neben der beruflichen Grundbildung bietet Gebrüder Weiss Schweiz noch insgesamt fünf Stellen für junge Leute, die ein duales Studium in den Bereichen BWL und Spedition, Transport und Logistik absolvieren, beziehungsweise für Mittelschulabsolventen, die ein 18-monatiges Praktikum im kaufmännischen Bereich machen möchten.

Gewandeltes Berufsbild
Das Berufsbild und damit die Ausbildung von Spediteuren und Logistikern hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert. Längst entspricht der blosse Transport von A nach B nicht  mehr den Ansprüchen, die an Transport und Logistik gestellt werden: Kunden erwarten massge- schneiderte Logistikkonzepte und perfekte Warenströme zu Land, zu Wasser oder in der Luft. All dies wäre ohne ausgeklügelte IT-Lösungen, die durchgängige Datenflüsse garantieren, Prozesse beschleunigen und Fehlerquellen minimieren, nicht zu bewerkstelligen.

Gleichzeitig wurde auch der Aktions- radius der Spediteure immer grösser. Oskar Kramer erinnert sich, dass man seinerzeit im Landverkehr hauptsächlich Mitteleuropa bediente. «Heute erstreckt sich das Niederlassungs- und Partnernetzwerk von Gebrüder Weiss im Landverkehr auf ganz Zentral- und Osteuropa sowie in Richtung Zentralasien.»

Grenzenlose Möglichkeiten
Jungspediteuren, die fernab der  Heimat Erfahrungen sammeln möchten, eröffnen sich dadurch ganz neue Perspektiven. Für engagierte Leute, die es ins Ausland zieht, stehen beim Logis- tikunternehmen die Türen offen. Um sie auf künftige Aufgaben im In- und Ausland vorzubereiten, hat Gebrüder Weiss ein umfassendes Aus- und Weiterbildungsprogramm aufgebaut: vom  «Orange College», das an die 200 mehrtägige Seminare rund um Führung, Logistik, Verkauf sowie Spezialseminare in unterschiedlichen Sprachen anbietet, über ein Trainee- und Potenzial-Förderprogramm bis hin zur niederlassungs- und generationen- übergreifenden Weitergabe von Wis- sen. Daneben entwickeln die Bildungsexperten im Unternehmen laufend individuelle Qualifizierungsmassnahmen für spezielle Berufsgruppen, wie zum Beispiel die Disponenten-Ausbildungsplattform «Orange Dispo».

Im Jahr 2013 wurden  weltweit mehr als 68 000 Stunden für Aus- und Weiterbildungsaktivitäten aufgewendet. Das grosse Engagement im Bildungsbereich hat seine Wurzeln in der Unternehmenskultur von Gebrüder Weiss. Denn zu den gelebten Werten zählen eine starke Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen, Loyalität, Lernbereitschaft und Vertrauen – Dinge, die Spitzenleistungen erst möglich machen. Weiter gehört ein hohes Mass an Professionalität dazu, die sich durch ein überdurchschnittliches Engagement sowie in Form von Verbindlichkeit und Respekt gegenüber  Kunden und Kollegen zeigt. Ziel ist es, Kunden zu begeistern, und die Grundlage dafür bildet eine herausragende Servicequalität. Und dafür braucht es Fachkräfte, die ihre Arbeit sehr gut und gerne machen.

Merlin Herrmann. Gebrüder Weiss



 

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