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Erfolgreicher Onlinehandel in China mit Schweizer Markenwaren

Vom Kaufklick bis zum Empfang der Ware in fünf Tagen – das scheint im E- Commerce heutzutage nicht sonderlich schnell. Wenn die Ware allerdings in der Schweiz liegt und der Kunde in Shanghai lebt, dann ist das Cross- Border-Distribution in Höchstgeschwindigkeit mit CheckOut2China.

Der Business-to-Customer (B2C)-Onlinehandel wächst weltweit mit beeindruckender Geschwindigkeit, am schnellsten jedoch in China, dem Spitzenreiter im globaen E-Commerce-Geschäft. Auch der grenzüberschreitende E-Commerce-Markt gewinnt rasant Kunden. Experten erwarten, dass 2020 eine Milliarde Menschen online und grenzüberschreitend einkaufen werden. Die Prognose des Forschungsinstituts Accenture AliResearch geht von 200 Millionen chinesischen Verbrauchern aus, die in fünf Jahren im Ausland online shoppen.

Digitaler Konsumrausch
Aktuell kaufen laut China Internet Watch rund 81 Prozent der auf 700 Millionen geschätzten Internetnutzer in China online ein und circa 36 Prozent von ihnen auch im Ausland. Der E- Commerce-Anteil am chinesischen Einzelhandelsumsatz lag 2016 bei knapp 20 Prozent. Experten erwarten, dass er 2018/2019 bereits 30 Prozent erreichen wird. Bemerkenswert ist der hohe und immer noch wachsende Anteil von mobilen Geräten, über die Einkäufe getätigt werden, und die abnehmende Bedeutung von PCs und Laptops. Zwei Marktplätze dominieren das innerchinesische B2C-Geschäft mit einem Gesamtmarktanteil von über 80 Prozent: Tmall, ein Unternehmen der Alibaba- Gruppe (etwa 59 Prozent) und JD.com. Im Cross-Border-Onlinehandel dominieren Tmall Global und JD Worldwide. Die Alibaba-Gruppe, die mit ihren Diensten Taobao und Tmall gross geworden ist, macht mit diesen beiden Marktplätzen mehr Umsatz in China als Amazon und Ebay zusammen weltweit. Taobao ist ein riesiges Internetkaufhaus für Kleinanbieter. Hier finden Käufer so ziemlich jeden Konsumartikel, den es gibt. Tmall bietet Unternehmenskunden eine B2C-Plattform.

Wachstumsmarkt für Swissness
Beim Onlineshopping im Ausland suchen chinesische Konsumenten vor allem Produkte für die Versorgung der Familie: Babynahrung, Haushaltswaren, Elektrogeräte, Beauty- und Pflegemittel sowie Gesundheits- und Nahrungsergänzungsmittel. Die aufstrebende chinesische Mittelschicht (über 225 Mio. Menschen) und vor allem junge Menschen begeistern sich für internationale Marken. Renner sind bekannte Namen wie Apple, Adidas, Nike, Philips und Siemens. Mit ihnen kann man seinen einzigartigen Geschmack unter Beweis stellen. «Light-Luxus», eine neue Definition für erstklassige, aber erschwingliche Produkte, wird immer beliebter. Die Bereitschaft ist hoch, für Qualität, Individualität und gesunde Produkte mehr Geld auszugeben. «Swissness» und die damit verbundene Qualität zieht trotz Frankenstärke. Hinzu kommt, dass die Schweiz ein sehr beliebtes Tourismusziel ist und somit eine Affinität zu hiesigen Marken bereits im Vorfeld gegeben ist. Das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China hat zudem die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Unternehmen gestärkt. Der Qualitätsanspruch der chinesischen Kundschaft trifft im Cross-Border-E-Commerce auf das Qualitätsversprechen der europäischen Produkte. Die Sicherheit, Originale mit der europäischen Zuverlässigkeit und Haltbarkeit zu erhalten, ist für viele Chinesen der Grund, Waren direkt im Land des Herstellers zu kaufen. Die Angst vor Fälschungen bei im Inland hergestellten Produkten ist sehr gross und berechtigt, wie der Babymilch- Skandal gezeigt hat.



Hohe Eintrittsbarrieren
Die Umsatzpotenziale auf dem grössten Onlinehandelsplatz sind enorm, doch chinesische Konsumenten sind anspruchsvoll. Das Web-Angebot muss übersichtlich und der Bestellprozess einfach zu handhaben sein. Die Kunden erwarten eine proaktive, persönliche Ansprache in ihrer Sprache, Sonderaktionen, kontinuierliche News über Social Media, detaillierte Produktbeschreibungen, kurze, zuverlässige Lieferzeiten und einen perfekten After- Sales-Service. Die Handhabung von Reklamationen ist entscheidend für die Kundentreue. Versteckte Extrakosten schrecken ab. Mobile Payment ist auf dem Vormarsch, da sechs von zehn Verbrauchern in China mobil zahlen. Der Verkauf über bekannte Marktplätze wie Tmall und JD schafft Vertrauen. Die Positionierung des Angebots ist eine Herausforderung, aber erfolgsentscheidend. International tätige Logistiker wie Fiege Schweiz, mit jahrelanger Erfahrung in der Erbringung von globalen E-Fulfillment- Lösungen, eröffnen Schweizer Markenherstellern und Handelsunternehmen die Möglichkeit, an diesem Wachstumsmarkt teilzuhaben. Anhand von Best-Practice-Erfahrungen können sie dem Exporteur die für seine Produkte am besten geeigneten Vertriebswege über Plattformen wie Tmall Global und JD.com Worldwide oder auch einen eigenen Webshop erläutern. Über Tmall Global und JD Worldwide können Schweizer Unternehmen auch ohne chinesische Handelslizenz ihre Ware in China verkaufen. Fiege zeigt Kunden, wie sie chinesische soziale Netzwerke im Checkout- Prozess sowie mit den in China üblichen Bezahlmethoden in ihren Onlineservice einbinden sollten, um Erfolg zu haben.

Erfahrung und Know-how
Gemeinsam mit dem Kunden wird das Geschäft unter Berücksichtigung der bestehenden Firmeninfrastruktur geplant. Auf Basis von Produktscans können die Marketingexperten vor Ort den Markt für das Sortiment analysieren und die Absatzchancen ausloten. Die Planung der technischen und logistischen Prozesse vom Webshop über Lager und Verzollung bis hin zur Auslieferung an die Kunden sind für E-Fulfillment-Dienstleister Tagesgeschäft. Sie managen den gesamten Bestellprozess im E- Business – von der Zahlungsabwicklung über Risikomanagement, Kundendienst, Transport und Verzollung bis hin zur professionellen Retourenabwicklung. Für den Transport der Ware vom europäischen Lager bis zum 9000 Kilometer entfernten Besteller in China werden in der Regel nur fünf bis acht Tage benötigt. «Es gibt kaum eine andere Branche, die so vielversprechende Aussichten bietet wie der grenzüberschreitende Onlinehandel. Das Potenzial in China ist riesig. Die Barrieren sind dank langjähriger Erfahrung der Fiege Gruppe und einer sogenannten ‹A-Lizenz›, die es der Gruppe offiziell erlaubt, in China eigenständige Kontraktlogistikgeschäfte zu betreiben, niedrig», sagt Eric Malitzke, CEO der Fiege Logistik (Schweiz) AG.

Thomas Wusem, Head of Division Business Development, Fiege Schweiz

<Box> Singles’ Day 2017 Im November findet zum neunten Mal in Folge der «Singles’ Day» in China statt, der weltweit grösste Onlineshopping-Event. Die Umsätze übertreffen den US- amerikanischen «Cyber Monday» um mehr als das Doppelte. 2016 stieg der Umsatz am «Singles’ Day» gegenüber dem Vorjahr um 47 Prozent. Ein weiteres Onlineshopping-Festival in China ist die «Middle Year Promotion». An diesen Spezialtagen werden Preisnachlässe von bis zu 50 Prozent eingeräumt. Luxus wird erschwinglich.

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