Menu
gs1-neton-header-07.jpg

Supply Chain 4.0: Hier geht’s lang

Egal ob intelligente Maschinen, personalisierte Produkte oder massgeschneiderte Services – das Thema Supply Chain 4.0 beschäftigt alle. Wir haben nachgefragt und wollten wissen, was Manager, Vordenker und Wissenschaftler über Supply Chain 4.0 sagen.

 

 

«Supply Chain Management 4.0 sollten wir als Chance zur Vernetzung und Integration der vielerorts bislang noch arg verstreuten techno logischen Insellösungen der Industrie 4.0 begreifen. Gelingt es uns, diese Chance zu nutzen, machen wir damit Supply Chain Management 4.0 zur treibenden Kraft der zentralen industriellen Entwicklung des 21. Jahrhunderts.»

Prof. Dr. Michael Henke, Leiter Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik, Inhaber des Lehrstuhls für Unternehmenslogistik der Fakultät Maschinenbau der TU Dortmund, Dortmund

«Notwendige Daten jederzeit zur Steuerung und Optimierung von Abläufen entlang aller Logistikprozesse zu nutzen, ist eine fundamentale Basis der Supply Chain 4.0. Das Mining, die Aufbereitung und die Umwandlung eben jener Daten in relevante Informationen muss Ziel und Zweck sein.»

Eric Malitzke, CEO, Fiege Logistik (Schweiz) AG

«Die Anforderungen an den Detailhandel wachsen ständig und dies bei gleichzeitig sinkenden Preisen. Deshalb haben wir unsere Infrastrukturen und Prozesse in den letzten Jahren signifikant vereinfacht. Um noch schneller und effizienter zu sein, werden wir mittels Automatisierung und Digitalisierung in der Produktion und entlang der gesamten Wertschöpfungskette die unternehmensinterne Transparenz erhöhen und die Steuerbarkeit aller Prozesse weiter steigern.»

Reto Conrad, Leiter der Direktion IT/Produktion/Services, Coop

«Supply Chain 4.0 ist keine Vision, sondern bereits Realität. Dank der sich rasch entwickelnden Technologien (evolutionär, nicht revolutionär!) im Bereich der Digitalisierung sind neue Ansätze in Logistik- und Produktionsprozessen möglich, die eine Realisierung einer individualisierten Massenproduktion in Richtung Losgrösse 1 ermöglichen.»

Markus C. Krack, Leiter Technologietransfer FITT, Fachhochschule Nordwestschweiz

«Das Bedürfnis nach Personalisierung fordert die Logistik heraus. Smart Data und das Internet of Things sind dabei die Treiber für die Entwicklung von neuen Logistikdienstleistungen. Das oberste Ziel der Post ist es, den Kunden damit mehr Convenience zu bieten – Empfängern und Versendern.»

Dieter Bambauer, Leiter PostLogistics

«Die Digitalisierung eröffnet eine neue Stufe der Organisation und Steuerung von Wertschöpfungsnetzwerken. Viele traditionelle Supply Chains sind derzeit geprägt durch Intransparenz und Ineffizienz und wandeln sich nun zu dynamischen, miteinander verbundenen Netzwerken. Künftig kann so ein Wertschöpfungssystem mit hohem Servicelevel bei gleichzeitig niedrigen Kosten sichergestellt werden.»

Kai Gindner, Head of Supply Chain Management, Deloitte AG

«SCM 4.0 ist deutlich mehr als eine digitale Durchdringung der Supply-Chain-Steuerung und eine Automatisierung der Supply-Chain-Verrichtungen im technischen Sinne. Es bedeutet vor allem eine transformationale Führung im Hinblick auf die Digitalisierung, die sowohl die Zusammenarbeit im Unternehmen als auch zwischen den Akteuren in der Supply Chain prägt.»

Prof. Dr. Erik Hofmann, Direktor Lehrstuhl für Logistikmanagement, Universität St. Gallen

«Im Zentrum unserer Forschung zur Virtual Supply Chain steht Big Data Analytics. Denn eine überragende Datentransparenz ist der Schlüssel zur dynamischen und flexiblen Steuerung von Lieferanten, zur massentauglichen Belieferung von Kunden mit Losgrösse 1 und zum optimalen Ausgleich von Nachfrageschwankungen und unvorhergesehenen Ereignissen.»

Prof. Dr.-Ing. Evi Hartmann, Inhaberin des Lehrstuhls für Supply Chain Management, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg

«Damit Maschinen, Systeme und Produkte miteinander kommunizieren können, braucht es eine gemeinsame Sprache. Die GS1 Identifikations- und Kommunikationsstandards ermöglichen die unternehmensübergreifende Verknüpfung aller Anwendungen und Prozesse entlang der Wertschöpfungskette.»

Nicolas Florin, CEO, GS1 Schweiz

«Industrie 4.0 erfasst auch das Gesundheitswesen. Die Vernetzung möglichst vieler Akteure und Bereiche führt dazu, dass Informationen rascher geteilt und Prozesse optimiert werden. Das führt zu mehr Effizienz und höherer Behandlungsqualität. Davon profitieren das Personal in den Spitälern und Arztpraxen, die Patienten und die ganze Gesellschaft.»

Thomas Bachofner, CEO, Swisscom Health AG

«Supply Chain 4.0 hat sehr viel mit Digitalisierung zu tun. Wir bewegen uns von einer linearen Supply Chain weg, hin zu einer Vernetzung von Supply-Chain-Eco-Systemen. Nur wer seine Prozesse und die Stolpersteine kennt und rechtzeitig in kosteneffiziente Automatisierungs lösungen investiert, wird eine Supply-Chain-4.0-Strategie erfolg reich umsetzen können.»

Thomas Kofler, CEO, Amber Road (Switzerland) AG

«Um in der digitalen Wirtschaft zu gewinnen, müssen wir neue Geschäftsmodelle nutzen und selbstlernende Geschäftsprozesse etablieren. Dies erfordert Echtzeitdaten, die immer und überall verfügbar sind und so Prozesse, Dinge und Personen miteinander verbinden.»

Dr. Bernd Brandl, Geschäftsführer SAP (Schweiz) AG

Durch weitere Automatisierung und Nutzung von Daten in Echtzeit steigern wir die Effizienz unserer Logistikprozesse. Unsere Kunden profitieren damit von höherer Servicequalität und Transparenz entlang ihrer gesamten Logistikkette. Darüber hinaus setzen wir uns intensiv mit Schlüsseltechnologien auseinander – von Robotik über Augmented Reality bis hin zu 3D-Druck.

Andreas Pichler, Head of IT Services Administration, R&D, Innovation bei Gebrüder Weiss

Nach oben