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Logistik 4.0: Die digitalisierte Spedition

Autonomes Fahren, Sendungsstatusinformationen in Echtzeit, elektronische Frachtpapiere, automatisierte Warenlager – auch in der Logistikbranche treibt die Digitalisierung neue Trends und Technologien unaufhaltsam voran. Verschliessen kann sich davor niemand, wenn er nicht den Anschluss an die Konkurrenz verlieren und von der Entwicklung überrollt werden will.

Das internationale Logistikunternehmen Gebrüder Weiss setzt sich deshalb bereits seit geraumer Zeit sehr intensiv mit den Chancen, Folgen und Herausforderungen der Digitalisierung auseinander und hat zu diesem Zweck ein eigenes Innovationsteam geschaffen. Dieses versteht sich als interner Dienstleister zu allen Innovationsthemen im Konzern und stellt nicht nur gebündeltes Fachwissen zur Verfügung, sondern setzt zusammen mit Niederlassungen und Fachbereichen Pilotprojekte um, die den Weg zur digitalisierten Spedition ebnen sollen.
«Auch wir bei Gebrüder Weiss Schweiz befinden uns in engem Austausch mit diesem konzerneigenen Innovationsteam, um unsere Logistikprozesse modern, effizient und transparent zu gestalten und dem Anspruch auf ‹Service Excellence› für unsere Kunden gerecht zu werden», sagt Michael Trommer, Leiter Logistik und Europaverkehre bei Gebrüder Weiss Schweiz.

Auf dem Weg zur «Digital Excellence»
Eine der bei Gebrüder Weiss diskutierten Technologien, die das Potenzial haben, die Logistikbranche langfristig umzuwälzen, ist die sogenannte Blockchain. Darunter versteht man eine webbasierte, dezentrale Datenbank, die mittels kryptografischer Verfahren Geschäftstransaktionen unveränderbar (und damit nachvollziehbar und fälschungssicher) speichert und eine zentrale überprüfende Instanz überflüssig macht. Die potenziellen Anwendungsfälle im Bereich der Logistik seien vielfältig, sagt Andreas Pichler, Leiter des Innovationsteams: «Verträge, Frachtzahlungen oder Frachtpapiere können so beispielsweise digitalisiert werden, wodurch der gesamte Transportprozess schneller, transparenter und kostengünstiger abgewickelt wird.»

Ebenfalls im Blickfeld des Innovationsteams von Gebrüder Weiss: Künstliche Intelligenz. Mit statistischen Verfahren und selbstlernenden Algorithmen könnten Computersysteme heute so gestaltet werden, dass sie die nahe Zukunft mit hoher Präzision vorhersagen, beispielsweise hinsichtlich Marktentwicklung, Laderaumkapazitäten oder Personalbedarf, erläutert Pichler. So liessen sich notwendige Logistikressourcen sinnvoll und rechtzeitig planen. Der Effekt: gleichbleibende oder sogar erhöhte Prozessqualität trotz schwankender Nachfrage. Der Kunde profitiert von bester Servicequalität und termingerechten Lieferungen.

Es geht nicht ohne den Faktor Mensch
Obwohl die Digitalisierung in der Logistik also längst angekommen ist, bleibt die konkrete Entwicklung abzuwarten. Sicher ist bisher nur, dass die neuen Technologien die Logistikbranche nachhaltig verändern werden. Welche Rolle der Faktor Mensch in der «digitalisierten Spedition» künftig spielen wird, darüber gehen die Meinungen auseinander. Bei Gebrüder Weiss glaubt man fest daran, dass Logistik ein «People’s Business» ist und bleibt. «Sicher werden die automatisierten Prozessabläufe zunehmen und es wird moderne Informations- respektive Kommunikationssysteme geben müssen, die dem Anspruch der Kundschaft auf hohe Transparenz in den Logistikketten gerecht werden. Der Mensch ist aber nicht generell ersetzbar. Vor allem nicht, wenn es darum geht, die Anliegen des Kunden zu verstehen und eine vertrauensvolle Basis für die Zusammenarbeit zu schaffen», ist sich Trommer sicher.

Und genau darin sieht man bei Gebrüder Weiss einen wesentlichen Grund für den mittlerweile weltweiten Erfolg. «Wir kombinieren durchdachte, moderne Logistiklösungen mit einer sehr persönlichen und verbindlichen Kundenbetreuung. Das heisst, wir setzen auf Altbewährtes und geben gleichzeitig dem Fortschritt genügend Raum, damit wir uns als Unternehmen positiv und zum Nutzen unserer Kunden weiterentwickeln», so Trommer weiter.

Claudia Saltuari

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