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SLA 2016: Flüsterleise und Pünktlichkeit gewinnt

Zum 21. Mal wurde am 30. November 2016 der Swiss Logistics Award verliehen. Für die intelligente und emissionsfreie Entsorgung wird das System Alpenluft ausgezeichnet. Mit dem Public Award wird das Störungsmanagement der SBB gewürdigt.

Knapp 200 Gäste folgten der Einladung zur Verleihung des Swiss Logistics Award nach Schönenwerd ins Bally House. In der stilvollen Parkvilla wird Herausragendes ausgezeichnet. Das ehemalige Kosthaus des Architekten Karl Moser steht heute unter Denkmalschutz. 1910 noch Vorbote der Moderne wird der heute prachtvolle Bau gerne als Event-Location gebucht.

Die Farben der Belle Epoque
Die Dekoration im Stil der Belle Epoque vermittelt das damalige Bild einer strahlenden Zukunft voller Lebensfreude und dem Drang nach aussergewöhnlichem. Es kommt also nicht von ungefähr, dass GS1 Schweiz das Bally House für die Verleihung des 21. Swiss Logistics Award gewählt hat, denn mit dem Preis werden jedes Jahr besondere und innovative Leistungen entlang der Supply Chain ausgezeichnet.

Die Anzahl der eingereichten Projekte hat im Vergleich zu den Vorjahren zugenommen. Jurypräsident Hans Rudolf Hauri führt die zahlreichen Projekteingaben nicht nur auf die vielschichtigen Aufgaben der Branche zurück, sondern auch auf deren starke Innovationsfähigkeit. «Eigentlich haben alle den Preis verdient», so Hauri.

Für die diesjährige Preisverleihung konnten die Organisatoren die charmante Fernsehmoderatorin Monika Vetsch gewinnen, die in der leider immer noch von Männern dominierten Branche mit Witz und logistischem Fachwissen gekonnt durch den Abend führte.

Grosser Bahnhof für SBB und Alpenluft
Der Swiss Logistics Award hat Tradition, ist er doch Garant für zukunftsweisende und nachhaltige Prozesslösungen. Zudem werden mit dem Public Award besondere Leistungen, die im öffentlichen Interesse stehen und einen starken Sympathiecharakter haben, geehrte. Punkt 19.00 Uhr ist es dann so weit. Auf der Grossleinwand werden die letzten Public Award Gewinner eingeblendet. Darunter namhafte Organisationen wie Médecins sans Frontières, Schweizer Wanderwege, Aktion 2x Weihnachten oder das Paléo Festival Nyon.

Der diesjährige Preis geht an das Störungsmanagement der SBB. Die Jury würdigt die organisatorische und logistische Leistung, mit der die komplexe Herausforderung bei Zwischenfällen von den verschiedenen Mitarbeitern der Leitstellen und des Fahrplanteams bewältigt wird. Linus Looser, Leiter Verkehrsmanagement und Ludwig Näf, Leiter Operation Center und Intervention, nehmen die Auszeichnung freudig entgegen.

Für den Swiss Logistics Award hat die Jury vier Unternehmen mit unterschiedlichen Projekten ins Rennen geschickt. Nominiert wurden das emissionsfreie Entsorgungssystem „System-Alpenluft 4.0“, das zentrale Cockpit „Feinlogistik“ für den Gesundheitsmarkt, ein Sorter-Retrofit „In nur 52 Stunden“ von Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics AG und das schnelle, preisgünstige Warehouse-Management-System aus der Cloud „Planet-Rocklog“. Laut Jurymitglied Georg Burckhardt war der Entscheid nicht einfach, da jedes Projekt innovativ, nachhaltig und sich in der Praxis bewährt hat.

Dann ist es soweit. Der SLA-Ted wird eingeblendet. Noch sind alle Projekte gleich auf, bis feststeht: Der Swiss Logistics Award geht an System Alpenluft AG für das modulare Entsorgungssystem, das mit Wertstoffmulden und Abfallverdichtung flüsterleise arbeitet. Über eine automatische Füllstandanzeige werden alle nachfolgenden Prozesse automatisch angestossen. Den Preis nehmen Manuel Wyss, Projektleiter System-Alpenluft AG und Matthias Schwendimann, Projektinitiator und Geschäftsführer Schwendimann AG, entgegen. Die Freude bei den Gewinnern ist riesig.

Es folgen Gratulationen sowie die obligaten Gruppen- und Siegerbilder. Die anschliessende Feier und das Networking Dinner sind ein kulinarisches Erlebnis. Für kurze Zeit taucht das Bally House in das goldene Zeitalter ein, das geprägt war von rasanten Veränderungen.

Joachim Heldt

Impressionen Swiss Logistics Award

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